Honigbiene im Punktekleid



Die Punktzeichnung ist zwar das einfachste Mittel, ein Motiv grafisch zu gestalten, allerdings braucht sie auch viel Geduld. Für diese wunderbare Honigbiene im Punktekleid lohnt es sich in jedem Fall!

Material: 

  • Notes by Fink Business-Collection (Format A5+) 
  • Schwarze Pigmentliner (Molotow Blackliner/Uni Pin 0.03/0.05/0.1) 
  • Brush Pen (Royal Talens Ecoline) 
  • Aquarellfarbe (Kuretake Starry Colors Gold Nr. 904) 
  • Deckweiß (Dr. Ph. Martin’s Bleedproof White) 
  • Messing-Schablonen-Lineal (Amupper)

Anleitung:

1.

Für ein symmetrisches Sechseck um das Motiv habe ich mich eines Tricks bedient. Ich habe mein Motiv eingescannt, in Microsoft Word geöffnet und die „Form“ Sechseck in der passenden Größe eingefügt. Anschließend druckt man sich das Motiv inklusive des Sechsecks aus und überträgt die Form komplett mit Kohlepapier ins Zentrum seines Bildes. Knicke hier dein Blatt in der Mitte und lege den Knick passgenau auf den der Seitenmitte. 

 2.

Beginne mit den Dunkelheiten am Kopf der Biene und arbeite ihn langsam mit Punkten aus. Schwarze Bereiche können im Nachhinein auch komplett schwarz eingefärbt werden. 

 3.

Der Mittelteil der Biene besitzt viele kleine Härchen. Hier punktest du diese Härchen nicht, sondern zeichnest sie mit sehr feinen Linien, um einen schönen Kontrast und einen hohen Grad an Naturalismus zu erreichen. Zeichne die Haare immer von innen nach außen, damit sie eine dünn auslaufende Spitze erhalten.

4.

Zeichne die Flügel mit Linien vor, hier kannst du schon zeichnerisch dickere und dünnere Linien setzen. 

 5.

Die Punkte, mit denen du die Flügel ausgestaltest, sollten mit extrem feinem Pigmentliner (0.03) gesetzt werden, um ihre Feinheit zu betonen. Die Vorderbeinchen kannst du im Nachhinein punkten, lass ab und zu dünne weiße Linien zwischen Bein und Flügeladern frei, um beides deutlicher voneinander abzuheben. Für die Plastizität der Flügeladern lass stets etwas Weiß an einer Seite stehen. Die Flügel werden nicht umrandet, um ihre Transparenz zu betonen. 

6.

Zwischen dem Mittel- und dem Hinterteil finden sich wieder viele kleine Haare, die du auch als solche darstellst. Nimm erneut einen sehr dünnen Pigmentliner und betone mit diesem den vorderen sowie den hinteren Teil der Haarpartie. Lass die Mitte jedoch eher weiß.

7.

Nachdem du den Ansatz der hinteren Beinpartie fast schwarz dargestellt und einen zweiten hellen Ring aus Haaren gezeichnet hast, wendest du dich dem gestreiften Hinterteil zu. Dieses auszugestalten ist nun Fleißarbeit. Um dem Leib der Biene eine schöne Rundung zu verleihen, setze die Punkte an den Seiten wesentlich dichter und umrande ihn. Umrande ebenfalls die Beine und den Kopf, setze außerdem fein gepunktete Schatten. 

 8.

Im letzten Schritt verwendest du einen hellgrauen Brush Pen, um die fertig gepunktete Biene zu übermalen. Die hellsten Teile (große Teile der Flügel, Helligkeiten am Kopf) lässt du aus, damit sie mehr hervorstechen. Durch den Brush Pen wirkt die Biene körperhafter und fester. 

 9.

Für einen edlen Touch habe ich das Sechseck im Hintergrund in einem warmen Goldton angemalt, der an Honig erinnert.

10.

In einer zweiten Schicht habe ich etwas Weiß hinzugemischt. So wirkt der Untergrund schlichter und weniger leuchtend, er tritt dadurch nicht in zu starke Konkurrenz zur liebevoll erarbeiteten Biene und verschluckt diese nicht. 

 11.

Die Tage ordne ich nun an den Seiten symmetrisch um die Biene herum an. Dieses Weekly eignet sich besonders für ruhigere Zeiten, da die Illustration sehr im Fokus steht, während der Raum für Einträge eher knapp ist.

Diese Anleitung stammt aus: