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Stricktipp Maschenprobe



Eine Maschenprobe erfüllt gleich mehrere Zwecke. Zum einen ermittelst du mit dem Pröbchen, welche Nadelstärke du wählen musst. Zum anderen bekommst du einen ersten Eindruck vom Material.

DIY-Anleitung "Stricktipp Maschenprobe" aus dem Buch "Love to Knit: Stricken lernen mit Mini-Tüchern von @maschenfein" von Lisa Kirchhoff, Marisa Nöldeke und Sandra Groll

Material: 

  • Wolle 
  • Stricknadel 
  • Lineal 

Das Stricken der Maschenprobe: 

  • Wähle für deine erste Maschenprobe die in der Anleitung bzw. auf der Banderole empfohlene Nadelstärke aus. Schlage mindestens 10 Maschen mehr an als für 10 cm angegeben und stricke etwa 12 bis 14 cm im vorgegebenen Muster. 
  • Stricke jeweils etwa 2 Randmaschen kraus rechts (immer rechte Maschen), damit sich die Ränder nicht einrollen. 
  • Auch für den oberen und unteren Rand kannst du jeweils 2 bis 4 Reihen kraus rechts stricken. So liegt die Maschenprobe später glatt auf dem Tisch. 
  • Wasche deine Maschenprobe, streiche sie glatt und lass sie trocknen. Notiere dir alle Angaben und befestige sie an deiner Maschenprobe. Denn nach wenigen Tagen wirst du die wichtigsten Details vielleicht schon wieder vergessen haben.
  • Beispiel: Die Anleitung gibt 20 Maschen und 33 Reihen auf 3,0 mm starken Nadeln in glatt rechts gestrickt vor. Du wählst die Nadeln 3,0 mm und schlägst 30 Maschen an. Stricke dann etwa 12 bis 14 cm glatt rechts und kette das Stück anschließend locker ab.

Maschenprobe richtig lesen: 

  • Um die Anzahl der Maschen deiner Maschenprobe zu ermitteln, lege ein Lineal oder einen Zählrahmen zunächst waagerecht auf. Zur Erleichterung kannst du dir die Maschen bei 0 cm und 10 cm markieren. Zähle nun die Maschen auf dieser Strecke. Jedes nebeneinanderliegende „V“ zählt dabei als eine Masche. 
  • Die Reihen ermittelst du genauso, nur dass du das Lineal senkrecht auflegst. Markiere dir auch hier die Maschen bei 0 cm und bei 10 cm und zähle die Reihen dazwischen. Jedes übereinanderliegende „V“ zählt dabei als eine Reihe. Die abgelesenen Maße vergleichst du nun mit den Angaben der Anleitung. 
  • Jede*r Stricker*in arbeitet mit unterschiedlicher Fadenspannung. Diese hat einen enormen Einfluss auf die Festigkeit der gestrickten Maschen. Nehmen wir an, in der Anleitung sind mit 3,5 mm starken Nadeln 21 Maschen auf 10 cm vorgegeben. 
  • Deine Maschenprobe ergibt jedoch 22 Maschen. Du strickst also offenbar fester als der oder die Designer*in, denn du erhältst mehr Maschen auf 10 cm. Ein ausreichend kleiner Unterschied, um ihn zu ignorieren? Für die Tücher in diesem Buch wird eine Abweichung keinen großen Unterschied machen, falls du irgendwann aber zum Stricken von Pullovern übergehen möchtest, sieht es schon ganz anders aus. 
  • Wir nehmen weiter an, es handle sich um einen Pullover, dessen Umfang im späteren Verlauf mit 189 Maschen gestrickt wird. 189 Maschen ergeben in der Anleitung 90 cm Umfang. Bei dir würden 189 Maschen allerdings folgerichtig einen Umfang von 86 cm bedeuten. Dein Pullover wird demnach ganze 4 cm enger, was gerade bei figurbetonten Schnitten eine enorme Abweichung bedeutet! 
  • Ruf dir immer wieder ins Gedächtnis: Wenn bei einem Stricktreff gemeinschaftlich je ein Pullover in derselben Größe mit ein und derselben Nadelstärke gestrickt wird, könnten diese Pullover gut und gern dennoch ein bis zwei Größen unterschiedlich ausfallen, da jede*r unterschiedlich fest strickt. Die Maschenprobe hilft dir, solche unerwünschten Überraschungen zu vermeiden.

Diese Anleitung stammt aus: