EMF proudly presents … Stefanie Hiekmann “Tipps für ein stressfreies Weihnachtsmenü”

Gemütlich und entspannt soll es Weihnachten zugehen – auch in der Küche. Niemand möchte allzu lange am Herd stehen, schließlich sind die Festtage dazu da, Zeit im Kreise der Liebsten zu verbringen. Und doch dürfen zwei wichtige Dinge nicht fehlen: Leckere Getränke und festliches Essen, immerhin kommt man meist am großen Tisch zu den Mahlzeiten zusammen.

In vielen Familien gibt es feste Traditionen. Raclette oder Fondue – in welchen Varianten auch immer – sind über die Weihnachtstage oft nicht wegzudenken. Aus gutem Grund: Beides sind tolle Zubereitungsmethoden, bei denen lange und genussvoll gegessen wird. Jeder kann sich auf dem Teller oder im Pfännchen das zusammenstellen, was er am liebsten mag. Die einzelnen Bestandteile lassen sich oft gut schon ein paar Stunden vorher in Schälchen abfüllen und vorbereiten, sodass abends während des Festessens kein Stress entsteht.

Doch was tun, wenn ein richtiges Drei- oder gar Vier-Gang-Menü geplant ist? Ganz einfach: Die richtigen Gänge auswählen! Denn wer findig ist und sich Rezepte aussucht, die sich gut vorbereiten lassen, ohne dabei an Geschmack einzubüßen, hat bestimmt keinen Weihnachtsstress – zumindest nicht in der Küche.

Ich bereite für Gäste zum Beispiel sehr gerne Schmorfleisch zu. Das heißt: Große Stücke wie Schulter oder Braten, die in einem schönen Fond oder einem selbst angesetzten Sud über mehrere Stunden langsam gar schmoren. Das Ganze lässt sich klassisch in Scheiben schneiden, als Gulasch verarbeiten oder auch als angesagtes Pulled Beef oder Pulled Pork servieren, also als gezupftes Rind- oder Schweinefleisch

Wer einen Blick auf die Zubereitungszeit wirft und etwas von drei oder gar vier Stunden liest, sollte nicht verzweifeln, sondern froh sein: Das sind genau die Stunden, in denen das Fleisch ganz für sich alleine auf dem Herd steht und langsam die Konsistenz annimmt, die wir uns für das Festessen wünschen. Weihnachtsbaum schmücken, Tisch decken, Geschenke einpacken – oder einfach gemütlich einen Tee trinken – die Garzeit lässt sich wunderbar für andere Aufgaben nutzen.

Und es kommt noch besser: Wer Fleisch in einem wirklich guten Sud schmort, der hat die Sauce gleich inklusive! Fehlt nur noch ein feines Gemüsepüree – zum Beispiel aus Blumenkohl, abgeschmeckt mit etwas Salz, Sahne und Zitronenschale –, einige gebratene Blumenkohlröschen, vielleicht noch ein paar in Nussbutter geschwenkte Möhrenwürfel, und schon ist der Hauptgang fertig. Wer einen Mixer wie den Thermomix hat, bereitet das Püree und das Gemüse wirklich frisch kurz vor dem Servieren zu, denn das geht wirklich fix – höchstens 20 bis 30 Minuten müssen eingeplant werden. Wer es lieber vorbereiten und noch mal erwärmen möchte: Auch kein Problem!

Und was die anderen Gänge angeht? Eine schöne Kartoffelcreme-, Kürbis-Curry- oder Karotten-Haselnuss-Suppe lässt sich ebenfalls wunderbar vorbereiten, und das süße Finale genauso. Vielleicht hat die Oma einen Rumtopf angesetzt, der super zu Vanille- und Schokoladeneis passt? Oder man bereitet eine schnelle Mascarpone-Joghurt-Creme mit Apfel-Zimt-Kompott und Weihnachtscookies geschichtet im Weck-Glas zu? Ideen über Ideen… Was sie alle eint: Sie lassen sich alle schon morgens, teilweise sogar ein oder zwei Tage vorher zubereiten, sodass die Festtage zumindest küchentechnisch entspannt und gechillt verlaufen.

Wer nun auf der Suche nach konkreten Rezepten ist, der wird wahlweise auf meinem Blog „schmecktwohl“ (https://schmecktwohl.de) fündig oder natürlich auch in meinen Büchern. Für eines meiner neuesten Bücher, „Nachgefragt: 30 Spitzenköche verraten ihre Küchengeheimnisse“, habe ich Spitzen- und Fernsehköche gefragt, was wir von ihrem wertvollen Küchenwissen für zu Hause lernen können. Maria Groß, die viele aus „Kitchen Impossible“ kennen, hat mir zum Beispiel verraten, dass Gulasch ganz besonders gut wird, wenn man die Fleischstücke richtig ordentlich anbrät, bevor der Fond oder Wein nach und nach angegossen wird. Nicht zögerlich sein: Je mehr Röstaromen beim Anbraten entstehen, desto intensiver am Ende die Soße… Und Star-Patissier Christian Hümbs verrät ein paar Seiten weiter, wie Ihr Eure Verwandtschaft zu Weihnachten mit einem Dessert vom Hocker haut, in dem Gemüse (ja, richtig gelesen!) seinen großen Auftritt hat.


Bücher von Stefanie Hiekmann, die im EMF-Verlag erschienen sind: 

                                  


Die Autorin

Stefanie Hiekmann ist Food- und Gastrojournalistin und arbeitet für verschiedene Zeitungen, Magazine und Verlage rund um die schönen Themen Essen, Trinken, Ernährung und Genuss. Ihre neuesten Rezeptentwicklungen und kulinarischen Geschichten zeigt sie auf ihrem Blog „schmecktwohl“ (schmecktwohl.de).

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